Lieblingswinzer | Johannes Hörner

Foto © Natascha Hörner

Junge Wilde und alte Hasen

… proben den Schulterschluss gemäß dem Motto: Wein-Jugend trifft auf Winzer-Know-How.

Aus diesem Gedanken entstand in dem rechtschaffenden Pfälzer Weingut Hörner die jugendliche Weinlinie JH. JH steht für Johannes Hörner, den 21jährigen Filius, der zur Zeit noch eine Winzerlehre absolviert. Für das Vorhaben bedurfte es in der Familie einer guten Portion Mut, schließlich erschuf sie quasi ein neues Weingut im Weingut. Dieses besitzt einen eigenen Weinstil, eigene Flaschen, eigene Etiketten und sucht seinen eigenen Kundenkreis. Ein Kuckucksei? „Nein, wir wollen diesen Wein ganz unabhängig von allem Bisherigen für sich alleine sprechen lassen. Er soll unkompliziert und selbsterklärend wie im sommerlichen Schlendergang“, sagen Natascha und Johannes Hörner, Mutter und Sohn einhellig.

Dieses Projekt zu begleiten macht mir, Ingeborg Molitor, viel Spaß. Schließlich verbindet mich mit Natascha Hörner eine lange Bekanntschaft. Die begann so: Als Greenhorn in der Weinwelt landete ich einst unter anderem in der „Bundesforschungsanstalt für Rebenzüchtung Geilweilerhof“, der äußerst malerisch in der Südpfalz liegt. Es ist bis heute der romantischste Forschungsort der Bundesrepublik Deutschland! Dort lernte ich die damalige Auszubildende Natascha kennen. Sie wiederum machte hier ihre erste Bekanntschaft mit unserer schönen Stadt Recklinghausen, als wir im romantischen Pavillon des Geilweilerhofes meinen 21. Geburtstag feierten. Zum Anstoßen gab es – was auch sonst? – den guten Sekt Alt Recklinghausen.
Nun kommt Jahre später das Dankeschön von Natascha, indem sie die jugendlichen Weine ihres nun 21 jährigen Sohnes nach Recklinghausen liefert. Das Beste daran ist: Sie profitieren mit von diesem süffigen „Kulturaustausch“.