Sektkellerei
Ingeborg mit Rüttelpult72dpi

Unsere Sektkellerei

Seit 1994 wird in unserem Keller Sekt produziert.
Als „Hobby“ hat es angefangen. Klein und fein ist es geblieben.

Mit 1.500 Flaschen im Jahr bleibt die Produktion sehr übersichtlich und wird in reiner Handarbeit hergestellt. Ein Riesling von der Mosel war der erste Grundwein, der zu einem spritzigen Schaumwein „made in Recklinghausen“ verarbeitet wurde. Als jüngstes Produkt kommt ein „Blanc de Noirs“, also ein weißer Sekt aus einer roten Traube, aus der winzigen, und dabei einzigen Sektkellerei im Ruhrgebiet. Hergestellt werden unsere Sekte alle nach der Champagnerart. Zwölf bis 24 Monate reifen sie dabei in Stößen auf der Flasche und kommen die letzten zwei Wochen ins klassische Rüttelpult, im dem die Hefe von Hand abgerüttelt wird.

2012 haben wir unseren Sektkeller gründlich überholt, so dass er den Anforderungen moderner Sektproduktion entspricht - und dabei ein Ort geworden ist, der sich zum "Sekt machen" als Event mit Freunden oder Geschäftspartnern anbietet. Bei Interesse sprechen Sie uns an!

EIN KLEINER EINBLICK IN DIE SEKTPRODUKTION

In der Ruhe liegt die Kraft
Nachdem dem Grundwein Hefe und Zucker zugeführt wurden, wird die Flasche mit einem Kronkorken verschlossen. Es beginnt die lange Zeit der Reife. Zwölf bis 24 Monate liegen die Sektflaschen auf Stößen. In dieser Zeit produziert die Hefe die gewünschte Sekt-Kohlensäure, zudem entsteht auch noch etwas Alkohol. Bis zu acht Bar Druck können sich dabei in der Flasche „anstauen“. In den Monaten der Reifephase gibt die Hefe einen feinen Geschmack an den jungen Sekt ab, er wird ausgewogener und komplexer, die Kohlensäure immer feiner, je länger der Sekt auf seiner Hefe liegenbleibt.

Rütteln: Für den „ungetrübten“ Sektgenuss
Alles hat ein Ende, auch die Ruhephase eines Sektes. Die Hefe muss raus, denn sie macht den Sekt trüb. Für den ungetrübten Genuss wandert die Sektflasche nun in eines der berühmten „Rüttelpulte“, wo sie auf dem Kopf stehend jeden Tag gleichzeitig gerüttelt und ein bisschen gedreht wird. Dadurch senkt sich die Hefe im Flaschenhals ab.

Degorgieren: Ein frostiges Ende für die Hefe
Hat sich nach der Reifephase die gesamte Hefe im oberen Teil der Flasche gesammelt, wird die Sektflasche mit dem Hefepfropf kopfüber in ein Eisbad gesteckt und für einige Minuten tiefgefroren. Anschließend wird der Kronkorken mit einem kleinen Handwerkszeug (Degorgierhaken) geöffnet und der Hefepfropfen schießt heraus.

Dosage: Zwei Fliegen mit einer Klappe
Bei acht Bar Druck in der Sektflasche schießt – leider – nicht nur die Hefe, sondern auch ein guter Schluck Sekt aus der Flasche heraus. „Rohsekt“ heißt dieser frisch enthefte schäumende Wein. Nun müssen der Flüssigkeitsverlust und der Geschmack des Sektes noch ausgeglichen werden. Dazu dient die „Dosage“, die je nach Mischung dem Sekt die gewünschte Geschmacksnote gibt.